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Vom Lastenroller zu 3 starken Typen


Der Typ 130
Fend-Lastenroller    Typ 200    Typ 250      

Typ 130 zeichnung Nach meinen Informationen wurde da Mokuli am 1.März 1957 zu ersten Mal ausgeliefert. Wie lang es in dieser Ausführung hergestellt wurde, konnte ich nicht genau feststellen. Es ist auf jeden Fall noch bis zum Mai 1962 verkauft worden. In unserem FMR (Ferdi´s Mokuli Register) haben wir 67 Fahrzeuge registriert. Das älteste registriete mit der Fahrgestellnummer 2368 wurde 1957 gebaut. Das jüngste mit der Fahrgestellnummer 5676 wurde nach Finnland am 15. 02.1961 ausgeliefert
Fahrbereite Mokuli 130 existieren tatsächlich aber nur etwas mehr als 20 Fahrzeuge.
Das Mokuli wurde mit einem F&S-Motor 50 L ausgestattet. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 35 km/h. Reifengröße vorne 2,50-16 und hinten 23x2,25. An seinem äußeren war es noch sehr einem Moped ähnlich. Hatte es doch drei Speichenräder.

FMR schreibt zu diesem Moped:
"Das Messerschmitt-Mokuli, eine Dreiradkonstruktion mit vornliegender großer Ladefläche, ist durch seine Steuer-, Führerschein- und Zulassungsfreiheit besonders wirtschaftlich. Selbst Lehrlinge können mit diesem robusten Liefermoped 130 kg Nutzlast befördern. Tausende von Betrieben, Handwerkern und Behörden haben die Vorteile des Messerschmitt-Mokuli erkannt und auch der Export dieses Kleinlastenfahrzeuges steigt ständig. Das Mokuli wird serienmäßig in fünf Farben zum Preis von DM 860,- ab Werk mit hölzerner Ladebrücke und Rohrrahmengeländer und für DM 830,- ohne Geländer zur Ausführung mit den verschiedensten Sonderaufbauten geliefert."

Insgesamt wurden drei Ausführungen ausgeliefert

mokuli als Wasserträger Ausführung A
Rahmen ohne Holzbrücke und Stahlrohgeländer zur Ausführung mit Sonderaufbauten. Leergewicht 71,5 kg

Ausführung B
Rahmen mit Holzbrücke und Stahlrohrgeländer. Leergewicht 80 kg

Ausführung C (kam später hinzu)
mit Wanne.

Der Rahmen war eine Schweißkonstruktion aus Präzisonsstahlrohren. Die Lenkung geschah über die Vorderräder mittels Achsschenkellenkung. Die Vorderachsen waren Schwingachsen mit Spiralfedern.(Ich habe zwei Federn ineinander, andere Exemplare haben aber nur eine Feder. Den Grund weiß ich noch nicht)
Gebremst wurde durch Innenbacken-Trommelbremsen auf beide Vorderräder wirkend. Die Rücktrittbremse wirkt auf das Hinterrad. (Bei späteren Modellen wirkt die Rücktrittbremse auf die Vorderräder und die Handbremse auf das Hinterrad.)

mokuli als Familienwagen Die Nutzlast beträgt 130 kg . Die Ladefläche ist 540x1120 groß. Das Mokuli hat eine Länge von 2400 mm, eine Breite von 1140 mm, eine Höhe von 1080 mm und einen Radstand von 1440 mm. Dadurch wurde eine Bodenfreiheit von 145 mm erreicht. Die Mokuli´s wurden in den Farben hellblau, rubinrot, platingrau und türkisgrün geliefert. (Die fünfte Farbe kenne ich nicht) Sonderfarben wurden mit einem Mehrpreis von DM 25 berechnet.
Das ganze wird angetrieben vom Fahrradhilfsmotor Sachs 50. Die Ausführung 50 L ist mit Gebläse, aber ohne Kickstarter mit Tretkurbel. Er leistete 1,5 PS bei 4750 U/min bei einem Hubraum von 47 ccm Das Auspuffgeräusch beträgt 71 phon. Wahlweise konnte ein Zweigang- oder Dreigangmotor geliefert werden. Diese werden mit Drehgriffschaltung mit Leerlaufschaltung eingesetzt. Die übersetzungsverhältnisse sind bei
2G: 1.Gang 2,89, 2.Gang 1,7
3G: 1.Gang 3,44, 2.Gang 2,09, 3.Gang 1,40.
Spätere Modelle hatten eine Motorleistung von 2 PS bei 6300 U/min. Der Kraftstoffverbrauch liegt zwischen 1,5 und 2,2, Litern auf 100 km. Als Gemisch wird 1:25 gefahren.
Der Motor hat einen Bing-Vergaser 1/24 mit Naßluftfilter

Es liegen Informationen vor, daß diese Mokuli in die angrenzenden Länder verkauft wurde. In England existiert ein Modell und in Finnland wurde es unter dem Namen -Glamor- verkauft.

Die Fahrgestellnummer befindet sich über dem Tank auf dem Rohrrahmen. Das Mokuli hatte kein Typenschild am Fahrzeug.

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