Aus dem Messerschmitt-Mokuli wurde 1967 das Transportmoped Mokuli 250. Wie FMR einem Kunden im April 1966 mitteilte, durfte es nicht mehr das Mokuli
200 herstellen, da es bei der Ausstellung der ABE zu Schwierigkeiten kam. (Wahrscheinlich war es zu breit und zu schlecht beleuchtet). So wurde das
Mokuli 250 konstruiert. Es wurde ab 15. März 1967 ausgeliefert. Ich habe in unserem FMR (Ferdi´s Mokuli Register) 41 Fahrzeuge registriert. Sie wurde
bis 1972 ausgeliefert. Heute sind noch 23 Fahrzeuge fahrbereit.Anhand der Fahrgestellnummern ist dieses Fahrzeug einfach zu erkennen, denn die Nummer
besteht aus zwei Hälften. Aus 250/ und der Herstellnummer. Die von mir kleinste registrierte Herstellnummer ist Nr.0. Die Größte ist 282. (Stand
Frühjahr 2003). Die Fahrzeuge bis zur FgstNr. 150 mussten mit einer Ausnahmegenehmigung der Regierung der Oberpfalz ausgeliefert werden, weil das Werk
die vom Bundesverkehrsministerium geforderten Richtlinien nicht erfüllen konnte. Hierzu gehörte u.a. auch die Lichtanlage. Umfangreicher
Schriftwechsel wurde geführt mit dem Kraftfahrtbundesamt (KAB), dem TüV München und der Regierung der Oberpfalz. Hauptsächlich ging es dabei um die
Anschaffung von zwei Rückleuchten. Dies war technisch kein Problem aber der Motor von F&S leistete nur max. 19 Watt und dies reichte für die gesamte
Lichtanlage nicht aus. Hierzu meinte FMR, dass das Mokuli zwei Rückstrahler an den vorderen Kotflügeln (K 11 211) besitzt. Die beiden Pedale sind
ebenfalls mit Rückstrahlern (K 10 470) ausgestattet und am hinteren Kotflügel ist eine Schlussleuchte (K 11 450) mit Rückstrahler angebracht.
Die Werbung für diese Moped war nicht minder selbstbewußt. Denn man bezeichnete es als das ideale Liefermoped für Handel, Handwerk und Industrie.
Modern, schnell, zuverlässig, billig. Dabei war dieser Kleintransporter steuer- und zulassungsfrei. Für den Fahrer war der Führerschein V
erforderlich. Jeder ab 16 Jahren kann solch ein Fahrzeug ohne Vorkenntnisse fahren.
Zu den Daten seiner Vorgänger hat sich laut Informationsblatt die Höchstgeschwindigkeit geändert. Sie fiel herab auf 30 km/h. Grund dafür ist
sicherlich das höhere Gewicht als seine Vorgänger.
Das Mokuli 250 hat folgende Maße: Länge: 2210 mm; Breite: 1000 mm,Höhe: 100 mm, Radstand: 1360 mm, Spur bei Last 860 mm, Bodenfreiheit: 140 mm.
Das zulässige Gesamtgewicht: 250 kg, Leergewicht 100 kg, die lichten Maße der Ladefläche: 700x1050 mm.
Die Rücktrittbremse wirkt auf die Vorderräder
Der Motor, ein Sachs Zweitaktmotor, Einzylinder, 50 ccm, gebläsegekühlt, hatte einen Bingvergaser 1/12/155 mit Naßluftfilter. Er leistet 2,6 PS
bei 5000 U/min. Sein Verbrauch wurde mit 1,5 bis 2,2 l/100 km je nach Belastung. Der Motor wird im Stand angetreten und mit Drehgriffschaltung
gesteuert. Die übersetzung von Motor zum Getriebe ist 3,88. Die übersetzung im Getriebe:
1.Gang 3,44; 2.Gang 2,09; 3.Gang 1,40;
Die Endübertragung erfolgt über Kette 1/2x3/16, 7,8 Durchmesser auf das Hinterrad. Als Zündkerze wurde 225 RT 1 verwendet. Die Beleuchtung wurde
mit 6 Volt, 19 Watt betrieben. Die Zündeinstellung:freistehend 1,5 mm Kolbenweg vor o.T. Natürlich waren änderungen vorbehalten.
Das Mokuli 250 wurde in drei Versionen angeboten:
Typ A
Grundtyp. Lagefläche quasi als Wanne
Typ B
Mit Wanne und Geländer
Typ C
Mit Wanne und Kasten.
Diese Mokuli wurde bis 1972 gebaut. Anschließend wurde die Produktionsanlage über eine niederländische Firma nach Marokko verkauft. Allerdings haben diese Fahrzeuge nur noch wenig mit den in Deutschland hergestellten Fahrzeugen zu tun.
Die Fahrgestellnummer befindet sich in Fahrtrichtung rechten Rohrrahmen neben dem Tank. An der Sitzstange befindet sich ein Typenschild.