Wie beschrieben stand der Lastenroller Pate für das Mokuli. Als ich 1996 mit Fritz Fend telefonierte und ihn nach dem Lastenmoped fragte, konnte er mir
eigentlich nicht sehr viel sagen. Sein Herz hing wohl mehr am Kabinenroller. Wie ich nun auf Originalbildern von Mitte der 50ger Jahre entdecke, wurde
mit dem Mokuli ausführlich experimentiert. Es sollte wohl zunächst ein ILO-Motor verwendet werden. Der Nachteil- Antrieb und Tretkurbelantrieb mussten
auf jeweils einer Seite des Hinterrades montiert werden. Wie das Hinterrad gebremst wurde ist aus den Bilder nicht ersichtlich Da bot der Sachs 50ccm
erheblich mehr Komfort, weil dies alles in einem zusammen gefasst wurde, weil der Tretkurbelantrieb auch über die Antriebskette funktioniert und Sachs
konnte mit der Achse HG 115 für das Hinterrad und Knott mit der Vorderradnabe Type 130 bedeutend bessere Bedingungen schaffen.
Im ersten Prospekt wurde noch vom "Mokuli LR 50" gesprochen. Nachfolgend wurde es das Transportmoped "Mokuli".
Ach übrigens:
Die Fahrzeuge zur Personenbeförderung müssen Fritz Fend sehr fasziniert haben, denn sowohl der Lastenroller als auch beim Mokuli wurden Fahrzeuge mit
Sitzgelegenheiten ausprobiert. Also sozusagen Rickschas
Die Breite des Fahrzeugs wurde auf etwa 1m gebracht und die Tragefähigkeit auf 130 kg gebracht. Die Bereifung vorne war wie beim Fend-Flitzer, die übliche Bereifung von Transportfahrräder (2,50-16).Die Radaufhängung an den Vorderräder bestand aus einer Schwingachse gefedert durch eine Spiralfeder. Sie wurde nur bei diesem Typ verwendet. Die anderen Modelle hatten eine Schwingachse mit Gummifederung ähnlich wie beim Messerschmitt KR 200. Die jeweiligen Typen wurden nach ihrem Nutzlastvermögen benannt. Das Modell 130, Mokuli 200 und das Mokuli 250. Diese werden nachfolgend genauer beschrieben.